Monat: Juli 2022

Das TLF 16/25

Hinweis: Der Rüststand des Fahrzeugs ist von Mitte 2020. Mittlerweile fahren wir akkugespeiste Rettungsgeräte.

Das Tanklöschfahrzeug besitzt eine Pumpe, die bei 10 bar 1.600 Ltr Wasser pro Minute fördern kann und einen eingebauten Wassertank von 2.500 Ltr… also kurz: ein TLF 16/25. Das Fahrzeug ist Baujahr 2001.

Das Fahrzeug ist unsere Allzweckwaffe. Neben einer kompletten Löschgruppenausstattung befinden sich auch hydraulische Rettungsgeräte auf dem Fahrzeug .

TLF gewaschen
Unser TLF, frisch gewaschen vor dem Gerätehaus

In der Fahrerkabine ist der Platz von Gruppenführer und Maschinist. Funkgeräte, Hilfsmittel für Atemschutzüberwachung, diverse Dokumente mit Informationen, Lampen, Warnkellen und Westen für Funktionspersonal (erleichtert die Übersicht am Einsatzort) sind im Fahrerhaus verteilt.

Im Manschaftsraum haben sieben Kameraden Platz. Der Angriffstrupp kann sich während der Anfahrt mit Atemschutzgeräten (Pressluftatmern, kurz: PA) ausrüsten. Funkgeräte, Lampen, Werkzeug, Trennschleifer, Rettungstrage, Atemschutznotfall-Set, Transporttuch und Hygienematerial sind an den Wänden und unter den Sitzbänken verstaut.

Auf der rechten Seite des TLF befindet sich hinten die Schnellangriffshaspel, die wiederum mit dem Wassertank verbunden ist. Schnell und mit wenig Aufwand können damit kleine Brände angegangen werden. Im gleichen Geräteraum sehen wir noch Schläuche, Strahlrohre, Mittel zur Wasserentnahme an Hydranten und Gerät zum Herstellen von Löschschaum.

Im mittleren Gerätefach befinden sich Schaummittelbehälter, Absperrmaterial, Geräte zum Sichern von Airbags und Werkzeug zum sicheren Zerschneiden von Windschutzscheiben.

Der rechte Geräteraum enthält die hydraulischen Rettungsgeräte, Material zum Unterbauen von Unfallfahrzeugen und einen Hochleistungslüfter zum Be- oder Entlüften verrauchter Räume.

Auf der linken Fahrzeugseite befindet sich im linken Gerätekasten der Stromerzeuger, Kabel, Leuchten, Kettensägen, Brechwerkzeuge, Äxte und Werkzeug.

In der Mitte befinden sich zwei Reserve-Pressluftatmer, passende Masken, Atemluftflaschen, Werkzeug, Hitzeschutzanzüge und eine Löschdecke (Fettbrände!)

Im hinteren Gerätekasten befinden sich weitere Schläuche, ein großer Trennschleifer, Verteiler, Schlauchtragekörbe für die Löschtrupps und Strahlrohre. Ein bereits vorbereiteter Verteiler, der sehr schnell gesetzt werden kann ist im Traversenkasten zu finden. Hier befindet sich auch ein Wasserschild, mit man die Ausbreitung von Hitze und Flammen z. B. auf Nachbargebäude gut und ohne Personal verhindern kann.

Am Heck des TLF befindet sich die Pumpe. Darüber sind die Saugschläuche und alles was man zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern benötigt zu finden. Kupplungsschlüssel und Arbeitsleiten liegen hier für den Maschinisten bereit, der beim Brandeinsatz im Regelfall an der Pumpe steht und für Wasserdruck sorgt.

Auf dem Dach befindet sich der Lichtmast, die vierteilige Steckleiter (8 Meter lang), eine Arbeitsbühne, Einreißhaken, mehr Schaummittel, Ölbindemittel, Schaufeln, Spaten, Feuerpatschen, Harken und weiteres Material zum Stabilisieren von Unfallfahrzeugen.

Einsatzbericht (32/2022): Feldbrand – Millionenschaden verhindert

Der zunächst gemeldete relativ kleine Brand bestätigte sich nicht. Beim Eintreffen des TLF unserer Wehr standen ca. 40m x 40m Feld in Flammen. Der Brand breitete sich in alle Richtungen aus. Mit dem Schnellangriff und aufgrund ungünstiger Winde kurzzeitig unter Atemschutz nahmen wir die Brandbekämpfung auf und alarmierten weitere Kräfte nach.

Die anwesenden Landwirte gruben die Stoppeln des teilweise abgeernteten Feldes mit dem Grubber unter und zogen so eine Brandschneise, um die Ausbreitung des Feuers weiter einzuschränken.

Nach dem Eintreffen der weiteren Feuerwehren aus dem Umkreis wurde der Feldband von allen Seiten aus bekämpft und zügig gelöscht. Gemeinsam mit den Landwirten und den zwischenzeitlich in ausreichender Zahl eingetroffenen Feuerwehren löschten wir Glutnester auf dem Feld sowie in einer betroffenen Bauminsel ab und wässerten das Unterholz. Die Feuerwehr Satow suchte mit einer Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern.

Etwa 50 Minuten nach unserem Eintreffen konnten wir gemeinsam mit den anderen Feuerwehren wieder abrücken. Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein Forschungsfeld. Durch das Verhindern der Brandausbreitung auf die Forschungspflanzungen wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse mehrjähriger Forschungs- und Versuchszeit und damit auch ein kaum zu beziffernder Millionenschaden verhindert.

Bild auf die Versuchspflanzungen

Nachwort:

Sämtliche Feuerwehren trafen mit drei bis vier Einsatzkräften auf den Fahrzeugen ein, wo doch Platz für jeweils neun Personen ist. Ein alarmiertes Löschfahrzeug konnte gar nicht ausrücken.